Die barocke Friedhofskapelle Maria Hilf ist ein Saalbau von 1780 mit eingezogenem halbrund geschlossenem Chor. Die Decke bildet eine flache Stichkappentonne über einer Pilastergliederung. Die Ausmalung, bis auf das große Deckengemälde, stammt aus der Zeit der Erbauung. Im Chor die biblischen vierundzwanzig Ältesten mit der Hl. Dreifaltigkeit und Engeln. Das stilistisch durchaus passende Deckengemälde im Lanhaus sttammt von Ossy Tytlik aus dem Jahr 1947. Es zeigt einige Verdammte, darunter einen spiegelbildlichen Hitler, der zwischen Flesen eingeklemmt ist. Das Gemälde ist von Totentanzbildern umgeben. Der Barockaltar besitzt einen Rokokotabernakel. Darauf stehen Figuren der Armen Seelen und auf dem Altartisch Büsten der hll. Joseph und Joachim.
Der Friedhof in Mitterteich befand sich anfangs um oder neben der Kirche. Er war mit einer starken Mauer umschlossen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde er 1521, als die Pest mehr als 5000 Opfer in und um Mitterteich forderte, als eigener Pestfriedhof außerhalb des Ortes angelegt. Der jetzige Friedhof wurde 1662 hier an der Waldsassener Straße angelegt. Im Jahr 1700 wurde bereits eine erste Friedhofskapelle „St. Maria von den Engeln“ benediziert und die Erlaubnis zur Feier der heiligen Messe erteilt. Diese Kapelle wurde aber 1768 abgebrochen und dafür die heutige Friedhofskirche errichtet. 1780 wurde sie der Schutzpatronin „Maria Himmelfahrt“ geweiht (Titel „Maria Hilf“). 1884 erfolgte eine Erweiterung des Gottesackers. 1901 wurde das Leichenschauhaus gebaut.
Quelle: destination.one, zuletzt geändert am 16.09.2024